Sonntag, 6. Juni 2010

Dinge, die die Welt nicht braucht

Die letzte Woche begann mit Dauerregen, fies, nass. Am Montag mussten wir Aaron jedoch auf Klassenreise nach Schwerin schicken. Am Dienstag war der 1.6. und somit Kindertag. Was ich vergessen habe. Im Westen gab es keinen Kindertag. Jetzt aber lebe ich im Osten und dort ist dieses Datum fest im Kinderbewußtsein verankert und wird mit Kinderfesten allerorten auch gefeiert. Auch im Kindergarten. Die Feuerwehr war da und hat Taueziehen gemacht, mit der Spritze Dosen umwerfen und so Sachen. Ich war unterdessen ein Eis am Stiel, denn es waren nur 12°C. 6°C vormittags und 6°C nachmittags. Jedenfalls fühlte es sich ungefähr so an. Meine Kinder waren enttäuscht, das es keine Geschenke gab, denn auch die werden irgendwie erwartet am 1.6. - nächstes Jahr weiss ich das vielleicht noch.

Am Mittwoch war es ruhig. Unheimlich. Jetzt weiß ich, es war nur die Ruhe vor dem Sturm. Denn am Donnerstag habe ich mich ausgesperrt. Mit Hund. Das spielte sich ungefähr so ab:

Schlüsselbund in der einen Hand, Altpapier in der anderen. Altpapier in Tonne. Post aus dem Briefkasten genommen. Post auf den Eßtisch gelegt (Schlüssel auch). Hund angeleint. Vor die Tür gegangen. Tür zugemacht. Dann traf mich der BLitz der Erkenntnis. Irgendwas fehlte. Der Schlüssel! Tolle Wurst.
Dann bin ich erst mal eine Hunderunde gegangen und habe nachgedacht. Es ist ja nicht so, das wir keine Schlüssel in der Nachbarschaft deponiert haben. Sogar zwei Stück. Also erst einmal alle abgeklingelt. Keiner da. Super.
Und dann wird einem bewußt, das eingespeicherte Telefonnummern auch irgendwie blöd sind. Weil man sie dann nämlich nicht mehr im Kopf hat.
Und Kinder auf Klassenreise auch keine Hilfe sind. Normalerweise wäre ja Aaron just um diese Zeit nach Hause gekommen.
Es dauerte also 20 Minuten bis die ersten Nachbarn nach Hause kamen und ich telefonieren konnte. Mit der Auskunft - weil ich die Nummer von Michael nicht im Kopf hatte. Da war es halb drei. Er hat zwar dann Feierabend gemacht - aber wie es der Zufall so wollte, war die Stadt komplett dicht, der Ring auch und Michael hat über zwei Stunden nach Hause gebraucht. Hund und ich hatten derzeit Asyl auf der Terrasse der Nachbarin gefunden. Und dann um 16.45 Uhr mußte ich schon wieder los, denn es war Elternabend im KIGA. Bald ist Zuckertütenfest für Eliah.
OH Mann.
Ich habe dann den ganzen Donnerstag gebraucht, um mich vom Mittwoch zu erholen. Und am Freitag habe ich dann das große Kind wieder von der Klassenreise abgeholt. Und mich über eine Lehrerin geärgert. Damit diese Woche auch irgendwie so richtig versaut ist.
Dafür schien dann endlich mal die Sonne. Was mein Kreislauf aber irgendwie gar nicht gut findet. Deshalb ist mir, seitdem die Sonne scheint, auch schwindelig.

Auch schön. Und im Scrapkeller sind nur 17°C. Zum dran gewöhnen, denn ab morgen soll es ja wieder regnen. Gott sei Dank, eigentlich. Sonst wäre ich vielleicht noch auf die Idee gekommen, das SOMMER ist.

1 Kommentar:

  1. Oh Mensch, solche Tage kenne ich zur Genüge, mein Mitgefühl ist auf Deiner Seite ;)) - aber eins ist gewiss - die nächsten Wochen vergisst Du Deinen Schlüssel auf gar keinen Fall!
    LG und eine schöne Restwoche - Conny

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