Donnerstag, 19. Februar 2009

Mein Leben für Hollywood

Kennt Ihr diesen Augenblick? Wenn Ihr im Kino eine Story seht und nur denkt: "Nee, oder?" Wer denkt sich denn sowas aus? Das passiert im Leben ja nicht wirklich!

Oder umgekehrt? Euch passiert etwas total absurdes und Ihr denkt: "Also wenn ich das im Kino gesehen hätte, würde ich sagen: ...s.o. "

Das Leben schreibt die besten Geschichten.
Sagt man das nicht öfter?

Wie Ihr wisst, schreibe ich gerne und viel - längst nicht alles davon taugt für die Öffentlichkeit. Aber ich würde von Euch gerne mal Stories aus Eurem Leben hören, die in die Kategorie "Drehbuch-tauglich" gehören.
Und aus den schönsten Geschichten mache ich dann eine Kurzgeschichte. Ich brauche dringend mal wieder frischen Input. Auf Dauer ist das eigene Leben als Drehbuch auch langweilig *smile*

Erzählt die Story auf Eurem Blog und verlinkt hier im Kommentar dahin oder schickt sie mir per Email mit dem Hinweis "Hollywood".

Ich werde Euch morgen eine meiner Geschichten erzählen.
Natürlich eine Liebesgeschichte. Hier kommt schon mal der Anfang:

"Micky Maus und Einstein"

An sich war es für mich nichts Besonderes ins Theater zu gehen. Ich ging jede Woche ins Theater. In einigen der Berliner Häuser grüßten mich die Platzanweiser schon mit einem freundlichen Kopfnicken. Im Grunde genommen erwartete ich in wenigen Jahren die Auszeichnung "Goldner Besucherstuhl" oder so was in der Art. Ich war 19 Jahre alt, in der Ausbildung zur Bürokauffrau, gerade von zu Hause ausgezogen, Single. Meine Liebe gehörte dem Theater.

Was ich überhaupt nicht leiden konnte, waren diese lärmenden Pflicht-Theater-der-Schulen-Klassen. Ich mied diese Veranstaltungen so gut es ging. Aber für das Stück "Micky Maus und Einstein" mit Herbert Herrmann hatte ich über die freie Kasse keine Karten bekommen.
Es war wie erwartet: 20-jährige junge Männer, die völlig genervt ihre zwei Stunden abrissen, die meiste Zeit tuschelten, blöde Sprüche machten, die Mädchen mit den Augen auszogen und meine Theorie untermauerten, man möge junge Männer mit 12 schockgefrosten und frühestens mit 21 wieder auftauen. Wenn Blicke töten könnten, wären sie wie Spatzen aus dem ersten Rang gefallen.

Das er anders war, sah ich sofort.

(Fortsetzung folgt)

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