Montag, 19. Januar 2009

Berliner Schulen und kein Ende

Gewiss gab es Leser meines Blogs, die glauben, ich würde übertreiben, wenn ich von den dramatisch schlechten Berliner Schulen berichtet habe. Nun, das Berliner Kammergericht hat mir - und vielen anderen tausend Eltern in Berlin - offiziell Recht gegeben. Da klagte eine alleinerziehende Mutter eines 8-jährigens Sohnes auf Unterhaltszahlungen. Der Exmann verlangte, sie sollte wieder Vollzeit arbeiten gehen, da die Betreuung in Berlins Schulen dies möglich machten. Sie konnte glaubhaft nachweisen, das dass Kindeswohl gefährdet sei und sie mit dem Kind nachmittags alles das nacharbeiten müsste, was die Schule nicht vermitteln würde. Sie bekam recht. Die ganze Geschichte unter www.tagesspiegel.de - Ich kann leider nicht verlinken *grummel* Lest mal rein, der Artikel ist nicht lang.

Was für ein Armutszeugnis für Berlins Bildungspolitik. Und es ist so und nicht ein kleines bissel anders. Kranke und hoffnungslos überforderte Lehrer, Kinder die jegliche Lust am Lernen verloren haben, weil es keinerlei positive Energie in der Schule gibt. Joshua weint jeden Morgen, wenn er in die Schule muß, er hat noch die Augen zu und fragt mich als erstes: Wieoft noch Schule bis wieder frei ist? (5 x Schule, 2 Tage frei).

Ob ich mich jetzt besser fühle? Nein, gewiss nicht. Es nützt mir nix, der Senat wird es bis zum Verfassungsgericht treiben, die Sprecherin des Senats weist alles empört von sich. Wir wissen es besser, erleben es täglich.

Morgen haben wir - mal wieder - einen Termin beim Schulpschologischen Dienst, denn unser Eliah - gerade fünf geworden - soll im September eingeschult werden. Wir kämpfen um die Rückstellung um ein Jahr. Man sagt zwar, das man schon taub, blind, und spastisch gelähmt sein muß, um eine Rückstellung in Berlin zu kriegen, aber wir werden es weiterhin versuchen. Notfalls klage ich! Bin ja nicht die einzigste, wie es scheint.

Um so ärgerlicher ist es jetzt im Rückblick, das wir die Klage gegen JÜL (Jahrgangsübergreifendes Lernen) letztes Jahr nicht durchziehen konnten. Mir scheint, beim Berliner Verwaltungsgericht hätten wir mit unserer Klage echt gute Chancen gehabt.

Und ich habe wieder zwei Aufräum-Layouts für Euch:





Ja, an der Fassade das ist der Name meines Urgroßvaters.
Drei Generationen aus Hamburg,- da darf man wohl behaupten, ich hätte Hamburger Wurzeln, oder?

*Anm. d. Red.: Mein Mädchenname war nicht TEEWURST* *smile*

1 Kommentar:

  1. Du kennst unsere Meinung zur Bildungspolitik in Berlin und Brandenburg! Jeder, der seine Kinder nicht hier beschulen lassen muss hat echt Glück! Ich bin gespannt, wie es weitergeht!

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