Montag, 1. September 2008

Na endlich - noch mehr Bilder






Danke Ihr Lieben für Eure Komplimente, - ja ich weiß, die Kamera liebt mich (Aber nur im Studio, Alltagsbilder HASSE ich wie die Pest) Und ich liebe es, fotografiert zu werden und DIVA sein zu dürfen. Das sind die Schauspieler-Gene in mir, die werde ich wohl nie ganz los, selbst wenn ich (vorläufig) nicht mehr Theater spielen kann.

Es ist ein wunderbares Gefühl, sich über die Bilder einmal als weibliches Wesen wahrzunehmen und nicht auf das Hausfrauen-und Mutterdasein zu reduzieren. Ich kann es nur jedem empfehlen, mal solche Bilder machen zu lassen. Es ist einfach ein grandioses Gefühl. Und für das EGO erst...*grins.
Posted by Picasa



1. September 1971 - 1. September 2008

Heute vor 37 Jahren begann mein Leben als Berlinerin. Vor 37 Jahren siedelte meine Familie - damals noch komplett - von Lübeck nach Berlin um. Nur kurz ging es gut, dann zog mein Vater allein nach Hamburg und meine Mutter und wir Kinder blieben hier. Spätestens dort ist ein Teil meines Herzens nach Hamburg gezogen und dort geblieben.

Meine Wurzeln, die Wurzeln meiner Familie sind hanseatisch und - wie ich seit kurzem weiss - polnisch. Die Familie meines Großvaters war aus Danzig nach Berlin gegangen, dort lernten sich meine Großeltern kennen, gegen Ende des Krieges wurden sie an die Ostseeküste - nach Travemünde umgesiedelt. Dort gelang es meinen Großeltern meiner Mutter eine unbeschwerte Kindheit zu schenken, die sich zu 90% am Strand und draußen abspielte. Die Familie meines Vaters war hamburgisch, - selbständige kleiner Handwerker, in der Sternstraße gab es noch eine Hausfassade mit meinem Mädchennamen. Hamburger Wurzeln, Berliner Wurzeln.

Ich habe fast 20 Jahre gebraucht, um Berlin lieben zu lernen. Als Teenager hatte ich nur einen Wunsch,- weg aus Berlin. Als ich damals einen Ausbildungsplatz suchte, bewarb ich mich im Hotel Vier Jahreszeiten in Hamburg, im Casino in Travemünde, ich war sechzehn und guckte mir bereits Wohnungen an, klein, möbliert, zu teuer,- aber ich war wild entschlossen so schnell wie möglich unabhängig zu werden.

Meine Freundschaften baute ich nicht in Berlin auf, sondern über Brieffreundschaften in Hamburg, Lübeck und Travemünde. Aber es kam dann doch anders. Die Hüftoperationen nahmen kein Ende, ich durfte nich allein nach Lübeck ziehen. Da hasste ich Berlin noch mehr.

Wie sehr ich die Mentalität der Menschen an der Küste doch liebte (von mir auch liebevoll Muschelschubser genannt...) merke ich immer dann, wenn wir dort waren und nach Berlin zurückkehrten.

Erst mit dem Mauerfall, mit neuen Freundschaften und dem Theater, begann die Versöhnung mit Berlin. Doch in meinem Herzen werde ich immer Muschelschubserin bleiben. Und ich bin stolz darauf.


Kommentare:

  1. Jessas, auf Bild Nr. 2 siehst du aus wie Anfang 20. Aber höchstens.

    AntwortenLöschen
  2. Maren die Bilder sind der absolute Oberhammer !!! Schick schick !!!!

    AntwortenLöschen
  3. Muschelschubserin? :-)
    Ich hab gar keine Wurzeln an der Küste - trotzdem häng ich sehr an der Ostseeküste und möchte die paar Male im Jahr dort oben auch nicht missen. Die Uhren scheinen dort einfach anders ticken.

    AntwortenLöschen
  4. Bei den ersten Bildern musste ich ja gleich zwei mal hinsehen, ob das auch wirklich DU bist - einfach hammermäßig genial!!!!

    AntwortenLöschen
  5. Das sind ja Abgründe, die sich da auftun ... wenn ich das früher gewusst hätte!!!

    (ganz nebenbei - schicke Bilder)

    AntwortenLöschen
  6. Voll krass schöne Bilder, das zweite ist mein Favorit. Und das outfit, voll der Hammer.

    LG
    Nette

    AntwortenLöschen
  7. Wow! Super Fotos! Und nachträglich alles Liebe zum Geburtstag!!! :-)

    AntwortenLöschen

Danke, dass Du vorbeigeschaut hast!