Montag, 3. Dezember 2007

3.12.2007 - das dritte Türchen

... Danke für Eure lieben Kommentare. Ich freue mich wirklich sehr, wenn ich in Euch Erinnerungen wecke,- das Gedicht liebe ich auch sehr.

Rückblick: Freitag war ich mit Aaron in der Weihnachtsrevue vom Friedrichstadtpalast. Dazu muß man wissen, das diese Revue schon zu DDR Zeiten einen sehr guten Ruf hatte, weil der Friedrichstadtpalast eine exellente Bühnentechnik verfügt, - sie können sogar eine Eisbahn auf der Bühne realisieren - und für das Stück "Der Zauberer von Camelot" haben die Techniker ihr Bestes gegeben. Drehbühne in div. Varianten, Hochseilartistik, einen Teich mit echtem Wasser, Feuerwerk, die Burg von Camelot....Mittelalter-Spektakel - alles vorhanden - ausgezeichnete Showeinlagen mit Tanz und Gesang - wow, ich war schwer beeindruckt und etwas wehmütig,hatte manchmal einen Kloß im Hals und die Reaktionen der Kinder, das "Ah" und "OH", das Mitfiebern, das Mitsingen, Klatschen und die Euphorie zu spüren, bei geschätzten 1000 Zuschauern - das weckte Erinnerungen und Sehnsüchte.

Wir haben oft zu Weihnachten ein Märchen einstudiert und für Kinder zu spielen ist unglaublich befriedigend und einfach "authentisch" - Fehler kannst du Dir nicht leisten, das merken die Zwerge sofort und du wirst gnadenlos abgestraft...*zwinker*

Eine Anekdote: 1986, wir spielten die "Prinzessin und der Schweinehirt", ich gab die Prinzessin, die bekanntermassen extrem zickig war und den Prinzen mit seinen Geschenken davon jagte. Der kommt als Schweinehirt verkleidet zurück und nun verführt er sie mit allerlei ausgefallenen Geschenken dazu ihn zu küssen. Der König erwischt seine Tochter dabei und verstößt sie. Sie sitzt dann allein auf der Bühne und singt: Ach Du lieber Augustin, alles ist hin....

Ihr dürft nicht glauben, das die Kinder mich bedauert haben, oh nein, sie haben gerufen: "Geschieht Dir recht!" sie kamen auf die Bühne und zogen an meinem Kleid, um mich zu warnen (vor dem herannahenden Unheil - das war noch nett!) und beschimpften mich, weil ich den Prinzen nicht wollte,- sie zogen an meinem Kleid und rissen die Krone von meinem Kopf, weil ich eine böse Prinzessin war.... ach ja, das war vielleicht eine verrückte Zeit!

Auch wenn die Inszenierungen sonst in keinerlei Hinsicht vergleichbar waren, so hat mich diese direkte Art, diese Begeisterung der Kinder doch an diese tolle Zeit in meinem Leben erinnert. Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, wie sehr ich in diesen Momenten das Theaterspielen vermisse, das Publikum, den Applaus, ....*seufz* und es war seltsam, jetzt als Mutter im Publikum zu sitzen... wo ist nur die Zeit geblieben?

Kurzum: es war ein wunderbarer Theaternachmittag und ich kann die Kinderrevue im Friedrichstadtpalast nur empfehlen! Hingehen! Nächstes Jahr bin ich wieder dabei!

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Hier habe ich ein bissel Musik für EUCH:



und das hier finde ich auch noch ganz nett:

"Ich bin sehr besorgt um meine Frau. Sie ist nämlich bei diesem schlimmen Schneetreiben in die Stadt gegangen." - "Na, sie wird schon in irgendeinem Geschäft Unterschlupf gefunden haben!" - "Eben deshalb bin ich ja so besorgt!"

In diesem Sinne - kurbelt ordentlich die Wirtschaft an! Bei uns ist zwar kein Schneetreiben aber Sturm und Regen *ätz*

Bis morgen!

1 Kommentar:

  1. Ach Maren, ich kann dich so gut verstehen - ich habe in meiner Heimatstadt Laientheater gespielt, aber auf hohem Niveau. Und wenn ich dann sehe, dass manche meiner damaligen "Kollegen" jetzt an der Stadtbühne Köln oder im Hamburger Schauspielhaus spielen, werde ich auch wehmütig. Aber nicht neidisch. Denen fehlen soooo viele Sachen, für die ich täglich dankbar bin!
    Liebe Grüße

    Sabrina

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